Die Bundeswehr und das Bundesinnenministerium hatten offenbar ein (spätes) Einsehen. Mit der Zusage, mindestens 182 afghanische Ortskräfte nach Deutschland zu holen, hat man die einzig richtige Entscheidung getroffen.
Denn nach dem Abzug der deutschen Soldaten vom Hindukusch Ende nächsten Jahres wären die Männer und Frauen, die den internationalen Truppen als Spione, Übersetzer oder einfache Hilfskräfte einen wertvollen Dienst erwiesen haben, ihres Lebens nicht mehr sicher gewesen. Viele sind den radikal-islamischen Kämpfern namentlich bekannt, vor Racheakten hätten sie sich und ihre Familien im Alltag kaum schützen können.
Es ist somit ein Gebot der Menschlichkeit, diesen Personen zu helfen. Gesetzliche Vorschriften für eine Aufnahme in Deutschland dürfen in diesen Fällen nicht gelten. Alles andere als eine schnelle Erlaubnis zur Einreise nach Deutschland wäre höchst unanständig gewesen.
