Volkswagen kommt im Abgasskandal nicht zur Ruhe. Nachdem sich am Freitag 6000 Dieselkunden in der Schweiz einer Schadenersatzklage anschlossen, steht das Unternehmen nun vor einer unabhängigen Sonderprüfung. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Und das ist gut so. Schließlich hätte der Konzern mit einem Erfolg in Karlsruhe vorerst eine weitere Aufklärung des Skandals um manipulierte Abgaswerte in Zigtausend Dieselfahrzeugen des Konzerns verhindert.
Dass VW vor das Verfassungsgericht gezogen ist, passt ins Bild. Wolfsburg will die Aufklärung im Sande verlaufen lassen. Der Konzern hat nicht nur Kunden, sondern auch seine Händler getäuscht, betrogen und belogen. Und seit Monaten werden Uneinsichtigkeit und mangelnder Aufklärungswille mehr als deutlich. Bleibt zu hoffen, dass der Konzern mit seiner Strategie nicht durchkommt.
Das letzte Wort in der Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Es könnte noch mal richtig teuer für VW werden.
Doch nicht nur die finanziellen Dimensionen sind gewaltig, auch die kriminelle Energie war es.
