RICHARD LUTZ hat wohl den härtesten Job in der Republik. Er ist Bahnchef. In kleiner Runde meinte Lutz jetzt, andere Bosse würden ihn manchmal mitleidend fragen: „Wie geht es Dir denn?“ Seine Antwort: „Mir geht es gut.“ Was man jetzt mache bei der Bahn, sei an Radikalität nicht zu überbieten. „Aber es konnte ja auch so nicht weitergehen.“ Und warum ist die Lage so mies? „Zwischendurch wurde mal die Weiche erfunden. Viele sagen, da gingen die Probleme erst los“, scherzte Lutz.

HENDRIK WÜST zu Besuch bei MARKUS SÖDER, schon brodelte in Berlin die Gerüchteküche. Schließlich handelt es sich um zwei Politiker, die in der Union die Kanzlerkandidatur anstreben könnten. Wurde da was gedealt? Man weiß es nicht. „Schön hier“, meinte jedenfalls der NRW-Ministerpräsident in München. Worauf der Bayer kommentierte: „Mehr nicht?“ Typisch Söder. Ähnlich schön ging es übrigens seinerzeit beim Besuch von ARMIN LASCHET zu. Das Ende der Geschichte ist bekannt.

KARL LAUTERBACH freute sich ja neulich sehr, weil er zum 60. Geburtstag von den Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums eine Tischtennisplatte geschenkt bekam. Zeit zum Spielen habe er aber wohl nicht, beklagte er damals. Jetzt konnte der Minister endlich zur späten Stunde im schicken Sportdress ein Match absolvieren. Gegen NICO POPAL, ehemaliger Bundesligaspieler und Deutscher Seniorenmeister. „Leider verloren“, so Lauterbach. „Aber gegen Nico Popal keine Schande.“

WOLFGANG KUBICKI konnte sich in dieser Woche im Bundestag nicht zurückhalten. Zuvor hatte der fraktionslose ROBERT FARLE gesprochen, einst mal AfD-Fraktion. Dessen Redebeiträge sind, gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig. Stichwort Verschwörungstheorien. Vizepräsident Kubicki ermahnte also Farle, er möge bitte zum Schluss kommen. „Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit – auch für Ihre, Herr Präsident“, so der Abgeordnete. Darauf Kubicki: „Ich muss das ja zwangsläufig alles mitverfolgen.“