Berlin - Was den AfD-Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen dazu bewogen hat, der AfD eine Spaltung der Partei vorzuschlagen, kann man sich vorstellen: Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist nun einmal kein gutes Zeichen, wenn man bürgerliche Wähler ansprechen will.

Allerdings geht es Meuthen, der ja schon wieder zurückgerudert ist, wie dem berühmten Zauberlehrling. Er wird die Geister, die er rief, nicht wieder los. Schließlich hat sich Meuthen mit der Unterstützung der Rechtsextremen in sein Amt wählen lassen. Dass er die jetzt loswerden will und diese Debatte auch noch öffentlich lostritt, kommt nicht gut an in der AfD. Dazu kommt die Corona-Krise, in der die Opposition ohnehin gegenüber der Exekutive schwach aussieht.