OLAF SCHOLZ hat’s nicht leicht. Nicht, weil er einen neuen Koch fürs Kanzleramt sucht und irgendwie keiner will wegen des moderaten Gehaltes. Kürzlich war der Kanzler auch auf der Suche nach einem Gärtner. Aber das ist ein anderes Thema. Scholz bekommt jedenfalls von allen Seiten Feuer. Jetzt meinte er in einem Interview, ab und an schaue er vors Kanzleramt, um zu sehen: „Wer demonstriert denn da? Ist die Kundgebung für oder gegen mich?“ Scholz soll gelacht haben. Weil er die Antwort ja kennt.
NEUES VON der Petitionsfront. Jetzt forderte ein Bürger, Minibars in Hotels zu verbieten, um Strom zu sparen. Viele Herbergen würden die Bars sowieso nicht mehr befüllen. Zuständig wäre wohl Wirtschaftsminister Robert Habeck über seine Energieeinsparverordnung. In einem seiner vielen Bücher schrieb Habeck jedoch einmal, die einen tränken Aperol Spritz, die anderen Dosenbier. Urteil des Petitionsausschusses: Ein Verbot sei nicht geboten. Also ganz im Sinne Habecks.
DER SPD-TOASTER ist ausverkauft. Das Gerät in Rot (34,90 Euro) für zwei Toastscheiben mit SPD-Logo ist erst im Februar wieder lieferbar. Mag sein, dass der Werbefilm von Generalsekretär Kevin Kühnert neulich den Verkauf angekurbelt hat: „Uns Sozis kann so schnell keiner die Butter vom Brot nehmen. Einfach zum Anbeißen – der kultige SPD-Toaster“, säuselt Kühnert. Er selbst hat auch mal einen von Lars Klingbeil bekommen. Nachdem er als Juso-Chef mit der Anti-GroKo-Kampagne ordentlich Mitglieder geworben hatte.
SUSANNE BAUMANN ist Staatssekretärin im Auswärtigen Amt. Sie bekam jetzt von der Union die pikante Frage gestellt, warum denn kein Mitglied der Bundesregierung an der Amtseinführung des argentinischen Präsidenten Javier Milei teilgenommen habe. Ja, warum nicht? Man muss wissen, der Argentinier gilt als Trump in verschärft. Man sei durch den deutschen Botschafter vertreten gewesen, antwortete Baumann. „Dies entsprach der Ebene der Wahrnehmung durch die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Staaten.“ Feinste Diplomatie.
