In Ungarn gibt es einen Sieger: Viktor Orban und seine national-konservative Partei Fidesz. Das Ergebnis war wenig überraschend – so wenig wie die Reaktionen vorhersehbar waren. Die politische Linke in Europa tobt, allen voran die deutschen Grünen, die von „düsterem Nationalpopulismus“ sprechen. Sie können es nicht lassen, andere an ihren politischen Heilsvorstellungen zu messen.
Dabei gilt es doch im Falle Ungarns festzustellen: Ja, Orban hat das Vertrauen einer großen Mehrheit. Daran ändert auch Kosmetik am Wahlsystem nichts. Ja, in Ungarn haben die Menschen durch diese Wahl auch ihre Skepsis gegenüber zunehmender EU-Zentralisierung und ausufernder Regulierungswut kund getan. Es wäre an Brüssel, hier selbstkritisch zurate zu gehen, statt die Populismuskeule zu schwingen. Und nein, Ungarn ist kein finsteres Drittweltland, in dem die Menschenrechte nichts gelten. Die Ungarn sind eine alte, freiheitsliebende, europäische Nation, die oberlehrerhafte Belehrungen nicht nötig hat.
