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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Ein gutes Signal

14.06.2019

Delmenhorst Delmenhorst ist nicht gerade vom Erfolg verwöhnt und wird meist mit negativen Schlagzeilen in Zusammenhang gebracht. So war es natürlich auch bei der beispiellosen Mordserie des zu lebenslanger Haft verurteilten Ex-Krankenpflegers Niels Högel, der sein Unwesen auch am Delmenhorster Klinikum getrieben hatte. Auch als Högel längst hinter Gittern saß, bekam das Klinikum die Nachwirkungen zu spüren. Immer mehr Patienten mieden das deutlich in die Jahre gekommene und sanierungsbedürftige Krankenhaus an der Wildeshauser Straße und fuhren stattdessen lieber nach Bremen oder Oldenburg.

Nun ist Högel längst weggeschlossen und so grauenhaft seine Taten auch waren, sind sie sicher kein alleiniger Grund, an dem Standort, an dem der gebürtige Wilhelmshavener seine wehrlosen Opfer getötet hatte, einen Klinik-Neubau entstehen zu lassen. Bei einem Neuanfang für die zusätzlich durch Insolvenz und Großfeuer am zweiten Klinikstandort in der Innenstadt gebeutelte Delmenhorster Gesundheitsversorgung ist ein solcher Neubau aber durchaus ein gutes Signal.

Mit der vom Land Niedersachsen in Aussicht gestellten Förderung von 150 Millionen Euro dürften etwa 90 Prozent der geschätzten Gesamtkosten des Klinik-Neubaus abgedeckt werden können. Delmenhorst bekommt also vom Land einen hochmodernen Krankenhaus-Neubau nahezu komplett finanziert. Das zeigt nicht nur, wie wichtig der Gesundheitsministerin dieser Standort ist, sondern es ist für die Stadt auch ein entscheidender Standortfaktor. Die Frage nach der Gesundheitsversorgung spielt bei der Wahl des Wohnumfeldes schon jetzt eine entscheidende Rolle und sie wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer bedeutsamer werden.

Hinzu kommt, dass Delmenhorst als kreisfreie Stadt mit mehr als 80 000 Einwohnern auch eine Versorgungsfunktion für die Einwohner seiner Umlandgemeinden hat. Im besten Fall fahren diese künftig nicht mehr ganz nach Bremen oder Oldenburg, wenn sie ins Krankenhaus müssen, sondern (wieder) nach Delmenhorst.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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