Oldenburg - Da kann SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil noch so sehr auf das segensreiche Wirken der Wahlsiegerin Marie-Luise Dreyer hinweisen: Diese Wahl hatte nur wenig mit Landespolitik zu tun.
Die Ampelkoalition in Mainz war geräuschlos unterwegs, hat das Land mehr oder weniger gut verwaltet. Die turbulenten Zeiten der Nürburgring-Skandale sind Vergangenheit – mehr aber auch nicht. Leicht gemacht hat es Dreyer der CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf. Den kannte nämlich, auch im Lande, kaum jemand wirklich. Er selbst hatte es unter Corona-Bedingungen dagegen schwer, das zu ändern.
Und trotzdem: Bevor das Masken-Skandal-Unwetter die CDU traf, lag seine Partei lange vor der SPD. Ein Zeichen, dass die Sozialdemokraten durchaus zu schlagen gewesen wären – wenn, ja wenn nicht die Raffke-Affäre für einen Schlag exklusiv ins Kontor der CDU gesorgt hätte.
Doch selbst wenn dieser Effekt – wie manche anmerken – nur wenig zum Tragen gekommen ist, zeigt sich eines ganz eindeutig: Immer mehr Wähler sind des Corona-Versagens der CDU im Bund überdrüssig.
