Die US-Demokraten hatten große Hoffnungen in den Mueller-Bericht gesetzt – nun sind sie tief enttäuscht. Zwar wird Donald Trump in der Untersuchung nicht reingewaschen, eindeutig strafbare Vergehen sind ihm aber eben nicht nachzuweisen. Dumm gelaufen für die Demokraten.
Dass sie jetzt dennoch versuchen, die Ergebnisse des Reports, die tatsächlich in viele Richtungen interpretiert werden können, für sich zu nutzen, ist verständlich. Man muss deshalb kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass das Thema bis zur nächsten Wahl auf der Agenda bleiben und zu einer echten Schlammschlacht ausarten wird.
Die entscheidende Frage lautet: Wie findet’s der Wähler? Bleibt er an den Details interessiert, oder schaltet er bei dem Thema irgendwann ab? Sollten die Demokraten nicht lieber ihre eigenen Vorstellungen, wie sie das Land künftig regieren wollen, in den Fokus stellen, statt immer wieder auf das leidige Thema Russland-Kontakte und Justizbehinderung zu setzen? Zu wünschen wäre es den US-Bürgern.
