Dass US-Präsident Donald Trump die am Samstag anstehende 100-Tage-Marke als „lächerlichen Standard“ bezeichnet, verwundert nicht. Die Bürger bescheinigen ihm gerade einmal 41 Prozent Zustimmung, damit liegt er tief im Umfragen-Keller. Zum oft chaotisch wirkenden Amtsauftakt gesellt sich nun die Gefahr, dass der Regierung zum Monatsende das Geld ausgehen könnte und der in der Vergangenheit stets für Bürger so schmerzhafte Stillstand wichtiger Behörden droht. Peinlicher könnte es für einen Präsidenten, dessen wichtigste Agenda-Punkte – ein neues Krankenversicherungs-Gesetz und ein Einreisestopp für Muslime – bisher nicht umgesetzt werden konnten oder blockiert werden, kaum werden. Nur einen einzigen bedeutenden Vorsatz hat er in seinen ersten 100 Tagen verwirklicht: Mit der Berufung eines konservativen Richters an den „Supreme Court“ das Gewicht dieses so wichtigen Gerichts wieder nach rechts zu verlagern. Reicht das aber für ein gutes Präsidenten-Zeugnis? Wohl kaum.
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