Paris sagt ab dem 1. September dieses Jahres „Au re­voir“­­ (Auf Wiedersehen) zu verleihbaren E-Scootern. Grund dafür sind die Unfallhäufigkeit und das Abstellchaos, betont die Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Das ist nicht zielführend. Denn es gibt viel bessere Lösungen als Verbote.

Lesen Sie auch: Pariser stimmen für Verbot von E-Scooter-Verleih

Was das Wildparken anbelangt, genügt etwa ein Blick nach München. Wer dort versucht, einen Leih-E-Scooter an nicht dafür vorgesehenen Flächen abzustellen, kann sich nicht ausloggen und muss so lange bezahlen, bis der E-Scooter an einem dafür vorgesehenen Parkplatz abgestellt wird. Diese Flächen wurden seitens der Stadt in ausreichendem Maße geschaffen.

Gegen das Unfallchaos könnten verpflichtende Fahrstunden oder Crashkurse sowie ein Punktesystem helfen. Denn das Problem scheint durch das Verbot allenfalls minimiert, da private E-Scooter erlaubt bleiben. Vor allem Touristen wird eine E-Scooter-Fahrt durch das Verbot künftig meist verwehrt. Das ist wirklich schade.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft