Die CSU lässt nicht locker. Wer darauf gesetzt hatte, dass die Christsozialen langsam den geordneten Rückzug antreten würden, der sieht sich jetzt getäuscht. Das Thema Flüchtlingspolitik liegt ganz oben auf Wiedervorlage für 2016. Erst die Forderung der bayerischen Staatsregierung, die Grenzkontrollen zu Österreich lieber selbst übernehmen zu wollen. Dann der Ruf nach einer Integrationspflicht und Sanktionen bei Verweigerung. Und jetzt schließlich weiterer Druck auf eine Beschleunigung der Verfahren und eine Verschärfung der Einreise- und Asylbestimmungen.

Mögen die Zahlen der Flüchtlinge, die aktuell Tag für Tag nach Deutschland kommen, auch zurückgegangen sein, so sind es immer noch mehrere Tausend pro Tag. Angela Merkel, die jetzt erstmals in Wildbad Kreuth, der symbol- und geschichtsträchtigen guten Stube der CSU, zu Gast sein wird, braucht dringend weitere sichtbare Erfolge auf europäischer Ebene. Doch ein deutscher Weg allein würde nicht ausreichen. Das weiß auch die CSU.