Der Cyber-Angriff auf den französischen Kanal TV5 Monde zeigt uns zweierlei: Absoluten Schutz vor Angriffen aus dem Netz gibt es nicht. Und: Der Cyber-Krieg ist neben Auseinandersetzungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft die vierte Art der Kriegsführung – mit ungeahnten Möglichkeiten für Menschen, die der Gesellschaft massiven Schaden zukommen lassen wollen.
Dass es Hackern gelingt, das gesamte Netz eines nach eigenen Angaben bestens gesicherten Senders lahmzulegen, ist zwar erschreckend, die direkten Folgen sind aber überschaubar. Dramatisch wird es, wenn man an andere Einrichtungen denkt, die für die Grundversorgung der Gesellschaft entscheidend sind: Krankenhäuser, Energiekonzerne, Wasserwerke oder gar Atomkraftwerke. Eine Cyber-Attacke darauf hätte Folgen, die sich niemand vorstellen mag. Deshalb muss die Sorglosigkeit beim Thema IT-Sicherheit schnell ein Ende haben.
Wie wir jetzt wissen, ist der Feind, wo immer er sitzt, gut vorbereitet. Wir sollten es auch sein.
