Die Euphorie ist ein wenig verflogen, nachdem die ersten Turnhallen mit Flüchtlingen belegt wurden. Es folgten die Feuerwehrschulen in Celle und Loy. Jugendherbergen werden als Flüchtlingsquartier dauerbelegt. Nicht nur deshalb ist mittlerweile Ernüchterung eingekehrt, weil im Alltag der Bürger immer mehr ankommt, dass die Aufnahme von einer Million Menschen nicht ohne Einschränkungen einhergeht. In Baden-Württemberg wurde der Mieterin einer Sozialwohnung gekündigt, weil die Gemeinde dort Flüchtlinge unterbringen will.

Aber damit noch nicht genug: Jetzt haben die Länder Bremen und Hamburg das Augenmerk auf leerstehende Immobilien gelegt und die zwangsweise Beschlagnahme angekündigt. Eine bedenkliche Entwicklung, wenn der Staat derart ins Eigentum eingreift. Die Zwangsmaßnahmen zeigen, dass die Politiker von der Flüchtlingskrise vollkommen überrascht wurden und die alltäglichen Folgen für den Bürger nur unzureichend bewältigen.