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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Zerschlagt Facebook! Jetzt!

02.02.2019

Frankfurt /Main Facebooks Macht ist ungebrochen. Fast sieben Milliarden Dollar Gewinn im vierten Quartal. Neuer Rekord! Die Skandale? Taten keinen Abbruch. Nicht der Vorwurf, die US-Wahl mit beeinflusst zu haben, noch die Tatsache, dass Facebook über eine eigens angeheuerte PR-Firma Kritiker attackiert und gegen Datenschutzregeln verstoßen hat.

Die Nutzer hielten Facebook die Stange. Neun Prozent kamen weltweit sogar noch dazu. Rein statistisch verwendet nun jeder dritte Erdenbürger Facebook, den Messenger-Dienst What‘s App oder das digitale Fotoalbum Instagram, die zum Konzern gehören.

Autorin dieses Textes ist Anja Kohl. Die profilierte Wirtschaftsjournalistin arbeitet für die ARD. (Foto: privat)

Der Gewinn sprudelt, weil auch die Unternehmen Facebook treu blieben. Sie warben wie noch nie zuvor über die Kanäle des Netzwerks direkt auf den Smartphones der Nutzer. Der Facebook-Konzern reagierte auf den massiven politischen Druck, indem er deutlich mehr Geld investierte, um gegen Falschmeldungen und Hacker besser vorgehen zu können.

Richtig glaubwürdig aber erscheint dies nicht. Fast zeitgleich mit der Investitionsnachricht, machten nämlich neue Berichte die Runde, dass Facebook Teenager, also Minderjährige, mit Geld geködert hat, um Zugang zu den Daten ihrer Smartphones zu erhalten. Spätestens hier hört der Spaß endgültig auf. Längst ist der Chatdienst What‘s App bevorzugtes Kommunikationsmittel unter Schülern, Eltern, in Kindergärten und Vereinen. Wer nicht dabei ist, kann quasi nur noch Selbstgespräche führen. Der Verweis auf die Freiheit der Nutzer greift faktisch zu spät.

Doch auch Facebooks exorbitantes Wachstum droht an Grenzen zu stoßen, da die Einnahmen pro Werbeeinheit sinken. Es braucht also neue Ideen. Die hat der US-Konzern. Facebook will sein Netzwerk mit What’s App und Instagram komplett verbinden, dafür eine einheitliche Verschlüsselung einführen. Dies wäre so, als würde man in alle Häuser eines Drittels der Menschheit nur noch eine Tür einbauen, für deren Eingang Facebook den Schlüssel hat.

Die Amerikaner hätten dann Einblick in alle persönlichen Daten, Kontakte, Aktivitäten und Vorlieben der Nutzer. Mehr Macht ist kaum vorstellbar. Eine solch homogene, weltweite Datenkrake wäre kaum mehr zu zerschlagen. Deshalb gilt: Zerschlagt Facebook! Jetzt!

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