An Schneid fehlt es Verteidigungsminister Thomas de Maizière gewiss nicht. Mit seinen Rüstungsplänen, die Bundeswehr mit Kampf-Drohnen in Auslandseinsätzen zu bestücken, hat der Ex-Kanzleramtschef jedoch einen regelrechten Frühstart hingelegt. Man könnte auch von einer politischen Bruchlandung sprechen. Dass der Koalitionspartner FDP dem CDU-Politiker so unmissverständlich die rote Karte zeigt, zeugt von fehlender Kommunikation im Vorfeld. Selbst in den eigenen Unions-Reihen reichen die Argumente der Militärs (noch) nicht, die neue Millionen-Anschaffung zu bewilligen.

Tatsächlich geht es bei den unbemannten Fliegern auch um ethische Fragen. Wie lässt sich das gezielte Töten von Menschen durch Kampf-Drohnen, gesteuert weit entfernt vom Tatort mittels Joystick und Monitor, mit unseren Werten vereinbaren? Gar nicht, sagen die Kirchen. Auch dieses Gespräch hat der Minister nicht gesucht. Ein Fehler, für den de Maizière jetzt die Konsequenzen tragen muss.