Frieden in Syrien wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben. Angesichts der nun für Juni angesetzten Präsidentschaftswahlen wird deutlich, dass das unter dem Bürgerkrieg so leidende Land noch weitere sieben Jahre Assad-Diktatur erdulden muss. Das Regime des „Schlächters von Damaskus“, der auch am Wochenende wieder Bombenabwürfe auf Stadtviertel von Aleppo vornehmen ließ, wird natürlich der Opposition keine Wahl-Chance geben – und der Einsatz von internationalen Beobachtern ist angesichts der lebensgefährlichen Lage im Land keine Option.
Für den Westen, insbesondere US-Präsident Barack Obama, sind dies frustrierende Nachrichten. Immer wieder hatte das Weiße Haus betont, die Zeit Assads laufe ab. Doch Moskau hält weiter schützend die Hand über den Despoten und seine Clique, und der Ukraine-Konflikt dürfte die Rückendeckung Putins noch verstärkt haben. Assad muss nun keine Militäraktion der USA mehr fürchten – und wird wohl noch dann im Amt sein, wenn Obama längst seine Präsidentenrente bezieht.
