Auf den Ostfriesischen Inseln werden immer mehr Häuser mit Mietwohnungen für Einheimische aufgekauft, abgerissen und die Grundstücke mit Ferienwohnungen bebaut. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Denn die Folge ist, dass es immer weniger bezahlbaren Wohnraum für Insulaner gibt. Gerade diejenigen, die in der Tourismusbranche arbeiten und den Gästen den Aufenthalt auf der Insel so angenehm wie möglich gestalten möchten, können es sich nicht mehr leisten, auf der Insel zu wohnen.
Vor diesem Hintergrund dürfte es noch schwieriger als bisher werden, geeignetes und qualifiziertes Personal für die Saisonzeiten zu finden. Hinzu kommt, dass es mit zunehmender Zahl von Ferienwohnungen, die den überwiegenden Teil des Jahres leerstehen, für die Kommunen unrentabel wird, die öffentliche Infrastruktur zu erhalten. Damit „unsere“ Inseln sich nicht noch weiter Sylter Verhältnissen angleichen, ist die Bundesratsinitiative der Landesregierung ein erster Schritt – es darf aber nicht der letzte bleiben.
