Die Geisterdebatte um Enteignungen von Immobilienunternehmen, die zahlreiche Mietwohnungen besitzen, ist hoffentlich bald vorbei. Und die Umfragen zeigen, dass die Bürger um die Nebenwirkungen solcher harten Maßnahmen wissen: Sie sind teuer und werden das Wohnungsproblem in den Metropolen nicht lösen. Und nicht wenige in Berlin wissen, dass es Sozialdemokraten und Linke während der rot-roten Koalition waren, die einst landeseigene Wohnungen an Investoren verkauften. Der „Notverkauf“ zur Sanierung des Haushalts wird die Metropole noch teuer zu stehen kommen. Fragen können an den damaligen Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) gerichtet werden.

Wirklich helfen wird nur ein engagiertes Wohnungsbauprogramm. Darin können auch Regeln festgelegt werden, welche Ziele man mit dem Bau von Wohnungen verfolgt: Zum Beispiel Zuzug von Familien, autoarme Viertel mit guter Anbindung an den Nahverkehr und gemeinschaftsfördernde Wohnprojekte.