Jerusalem, London, St. Petersburg, Stockholm und Alexandria. Viele Tote, Angst und Schrecken. Die Anschläge der ersten drei Monate des Jahres sind nur Splitter eines seit Jahren laufenden Angriffs islamischer Fanatiker auf alles, was ihrer verqueren Ideologie nicht entspricht. Trotz all des Blutes verweigern sich aber große Teile der westlichen Eliten noch immer einer klaren Benennung der Ursache.

Nach jedem Massenmord die gleiche abgeschmackte Parole: Nein, das habe alles nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich wird nur eine winzige Minderheit von Muslimen zu Terroristen – andererseits gehört die übergroße Mehrheit aller Terroristen dem Islam an. Terror hat also sehr wohl „etwas mit dem Islam zu tun“. Anhänger einer Religion, die seit ihrer Entstehung auf Eroberung setzt, haben heute sämtliche Bemühungen zur Einhegung der gewaltverherrlichenden Unterströmung des Islam über Bord geworfen. Sie „reinigen“ (nach ihrem Verständnis) den Islam von „Neuerungen“ und kehren zum Original zurück. Koran und Sunna, orale Tradition und Geschichte geben fruchtbaren Boden für eine blutige Saat ab, die im „Heiligen Krieg“ aufgeht. Es ist diese den Quellen inhärente Rechtfertigung von Angriffskriegen, die das Kernproblem des Islam im 21. Jahrhundert darstellt. Das zu entschärfen obliegt allein den Muslimen und eben nicht den „Ungläubigen“. Die islamische Welt ist jedoch – von vielen Muslimen selbst beklagt – heute eine geistige Wüste. Es gibt schlicht keine Gelehrten eines Formates, das notwendig wäre, eine scharfe theologische und mentale Wende herbeizuführen.

Dr. Alexander Will
Dr. Alexander Will Mitglied der Chefredaktion (Überregionales), Leiter Newsdesk