Die Misere bei Air Berlin findet weiter kein Ende. Nach horrenden Verlusten sind Gewinne nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die am Freitag vorgelegte Bilanz ist desaströs. Seit Anfang 2016 hat Air Berlin mehr als eine Milliarde Euro vernichtet. Doch das Unternehmen betont, dass es mit 220 Millionen Euro Kassenbestand in der Lage sei, die Restrukturierung fortzusetzen. Das Pfeifen im Walde.

Sechsmal in den vergangenen sieben Jahren hat Air Berlin dreistellige Millionenverluste verkünden müssen, fünf Konzernchefs haben in dieser Zeit die Fluglinie geführt – und ihr immer neue Rettungskurse aufgedrückt. Mal sollte das Touristikgeschäft gestärkt werden, mal sollten mehr Passagiere nach Abu Dhabi befördert werden: zum Drehkreuz von Anteilseigner Etihad. Welcher Investor will bei diesem überschuldeten Unternehmen einsteigen, das im Schnitt jede Stunde 135 000 Euro vernichtet? Zum Überleben hilft jetzt aber nur noch ein weiterer starker Partner. Vielleicht heißt der ja Lufthansa.