Gemeinhin wird dem Handwerk ein goldener Boden attestiert. Doch augenscheinlich haben Niedersachsens Bauern die Nachfolge angetreten. Ackerflächen sind in letzter Zeit geradezu dramatisch im Preis für Pächter wie Käufer gestiegen. Die Anbauregionen in begehrten Gegenden wie dem Oldenburger Land locken immer mehr Investoren, die Renditen im zweistelligen Bereich realisieren.
Zugleich wird das nicht vermehrbare Gut immer knapper: Zig Fußball-Felder an Flächen verschwinden jeden Tag unter Beton und Asphalt, und der Naturschutz raubt den Bauern weitere Hektar. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht.
Ob dagegen die von der rot-grünen Landesregierung geplante Pachtpreisbremse ein wirksames Mittel sein kann, den bedrängten Landwirten zu helfen? Einen Versuch ist es wert. Aber Skepsis ist zugleich angebracht. Fast immer zeigt die Erfahrung, dass sich Märkte am Ende als stärker erweisen als staatliche Regulierung.
