Während sich Til Schweiger weiter durch seichte Krimis ballert und Detlev Buck sich in angestrengten Gangster-Grotesken verliert, arbeitet Florian Henckel von Donnersmarck rüstig an seiner auch international beachtlichen Karriere. Nicht nur wegen seiner Größe von über zwei Metern gehört er zu den besten Regisseuren, die Deutschland seit Jahren aufzubieten hat. Es ehrt ihn, dass er sich besonders an unserer jüngeren Geschichte abarbeitet, und mit dem Spielfilm „Das Leben der Anderen“ Gültiges geschaffen hat, was selbst Hollywood erkannte.

Auch sein neuer Spielfilm „Werk ohne Autor“ – warum erlebt der eigentlich seine Premiere in Venedig und nicht auf der Berlinale? – nimmt uns auf eine Reise durch die Zeit und durch eine Künstlerbiografie. Henckel von Donnersmarck sieht die deutsche Nominierung seines Films übrigens sportlich: Er bekomme die Chance, seinen Erfolg „bei den Olympischen Spielen in Hollywood“ zu wiederholen. Hoffen wir auf Gold.