Google ist mit seiner Suchmaschine und vielfältigen Diensten drumherum längst zu einem Monstrum geworden. Es dominiert weite Teile des Marktes. Da sollte man sich besonders genau an die Spielregeln halten. Und das heißt vor allem: Man darf die anderen Teilnehmer am großen Such-Spiel im Netz nicht benachteiligen. Dass hier Handlungsbedarf besteht, wittern nun auch die Wettbewerbshüter der EU. Nach Jahren entsprechender Vorwürfe treiben sie endlich ein Missbrauchsverfahren voran.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Sollten sie sich als zutreffend herausstellen, drohen eine für Google schmerzhafte Strafe und Strukturänderungen im System. Das Argument von Google, man könne ja auf andere Suchmaschinen ausweichen, zieht nicht wirklich: Die Marktanteile sind vielerorts schon extrem hoch. Wird Zeit, dass das System Google richtig durchleuchtet wird. Missbrauchsfreie Platzierungen im Suchmaschinensystem sind elementar für Wettbewerb. Die Verhältnisse müssen endlich aufgedeckt werden.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)