Es hat lange gedauert. Doch nun wird von den deutschen Behörden ein düsteres Kapitel der Steuerhinterziehung nach und nach systematisch abgeschlossen: die Verlagerung von Vermögen in die Schweiz. Die dortige Großbank UBS einigte sich mit der deutschen Justiz auf eine Rekordbuße von 300 Millionen Euro. Gut gemacht! Dieser Betrag fließt in den Haushalt des Landes NRW. Zugleich kann UBS sicher sein, auch künftig in Deutschland Geschäfte machen zu können. Allerdings nicht wie bisher: Die Schweizer verlangen nun einen „Nachweis über die steuerliche Offenlegung“. Das heißt: Man will nur ordentlich versteuertes Geld. Vor der UBS hatten schon Credit Suisse sowie Julius Bär gegen Millionenzahlungen die Einstellung von Steuerverfahren in Deutschland erreicht.

Damit ist die Aufarbeitung der Steuerhinterziehung via Schweiz auf gutem Weg. So weit wäre es wohl nicht gekommen, wenn nicht die eine oder andere CD mit Daten angekauft worden wäre. Sie ermöglichten gewisse Nachweise.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)