Die übergroße Mehrheit des Bundestages hat verstanden. Verstanden, dass der Islamische Staat (IS) mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Dafür gebührt dem Parlament Lob. Tadel aber kommt Grünen und Linkspartei zu. Sie verschanzen sich hinter legalistischen Bedenken, um sich in dieser Frage zu enthalten beziehungsweise den Irak-Einsatz von 100 Bundeswehr-Ausbildern abzulehnen.
Der IS türmt Leichenberg auf Leichenberg. Er zerstört die christliche Präsenz im Mittleren Osten und errichtet ein Terror-Regime, das nur ein Ziel kennt: sich auszubreiten. Wer das nicht erkennt und dem nicht entgegentritt, der wird der Mörderbande eines Tages an der eigenen Türschwelle begegnen. Mancher auf der politischen Linken möchte das gern durch Verhandlungen verhindern. Angesichts der IS-Verbrechen zeugt diese Idee jedoch von sträflicher politischer Ignoranz. Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Möchte man vielleicht unter dem pazifistischen Mäntelchen innenpolitisch Punkte machen? Derartig motivierte Appeasement-Politik wäre dann nur noch zynisch.
