Im Jahr 2014 wurden 166 200 Ehren geschieden. Das ist die niedrigste Zahl seit 1994. Und die Ehen haben länger gehalten als vor 20 Jahren. 2014 waren die Paare durchschnittlich 15 Jahre verheiratet, bevor sie getrennte Wege gingen, 1994 waren es zwölf Jahre. Das sind doch gute Nachrichten.

Aber die sinkenden Scheidungszahlen hängen auch damit zusammen, dass immer weniger Ehen geschlossen werden. Zurzeit sind 34 Millionen Bundesbürger verheiratet, 1990 waren es 39 Millionen. Warum soll man auch heiraten? Steuerliche Gründe können es schon lange nicht mehr sein, und in nicht-ehelichen Partnerschaften lebt es sich auch gut zusammen.

Ist die Ehe also ein Auslaufmodell? Dagegen spricht der Trend, aus der Hochzeit ein großes Event zu machen, das minutiös geplant wird. Eine Garantie dafür, dass das Eheglück ewig hält, können aber auch professionelle Hochzeitsplaner nicht geben. Dafür gibt es kein Patentrezept.