Einige werden sich noch erinnern: Teilweise reichten zehn Fahrstunden aus, um an den begehrten Führerschein zu kommen. Ein kurzer Jubel über die bestandene Prüfung, dann ging’s los auf die Straße.

Diese Zeiten sind vorbei. Nachtfahrten, Autobahnfahrten, Überlandfahrten – die Anforderungen sind heute immens. Zurecht. Denn der Autoverkehr hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen, vor allem Fahranfänger müssen sich darin erst zurechtfinden. Genau deshalb ist der Führerschein mit 17 eine gute Sache. Vielleicht werden es junge Menschen als nervig empfinden, wenn die Begleitperson kluge Ratschläge oder mahnende Worte von sich gibt. Allerdings beweisen die gesunkenen Unfallzahlen, dass das der Sicherheit dienlich ist.

Nicht dienlich ist dagegen die Forderung des ADAC, die Führerscheinausbildung erneut zu reformieren. Dadurch drohen die eh schon hohen Kosten aus dem Ruder zu laufen. Das muss verhindert werden. Die Fahrerlaubnis darf nicht am Geldbeutel scheitern.

Hermann Gröblinghoff
Hermann Gröblinghoff Politikredaktion (Newsdeskmanager)