Wer wissen will, was Deutschland und Russland zusammentreibt, muss nach Dresden schauen. Dort wird über Kooperationen im Rohstoffsektor verhandelt. Auf diesem Feld kann Russland nicht auf Deutschland verzichten. Deutschland aber auch nicht auf Russland – da können die Nato und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen noch so sehr mit dem Säbel rasseln.
Zur Zeit stammen ein Drittel der deutschen Gasimporte aus Russland. Die Vorräte sind gigantisch, reichen für Generationen. Es ist löblich, wenn man sich bemüht, davon nicht zu sehr abhängig zu werden. Angesichts der Gegebenheiten haben aber all diese Anstrengungen ihre Grenzen, umso mehr, da man sich in diesem Land entschlossen hat, Atomkraft als Teufelszeug zu betrachten. Klartext: Wir werden immer auf Rohstoffimporte aus Russland angewiesen sein. Im Interesse Deutschlands liegt es, dass diese Geschäfte zuverlässig abgewickelt werden. Zum Glück haben das wichtige Teile der politischen Klasse erkannt.
