Hannover - Da sitzen mehr als 20 Schülerinnen und Schüler und warten mit ihren Fragen auf den Minister. Dieser kommt dann auch – zwar keine Minute früher, aber pünktlich. Sagt hallo, setzt sich und referiert über Schulpolitik. Fünf Minuten, zehn Minuten, 15, 20 – erst nach 24 Minuten übergibt er das Wort an die Jugendlichen, die nach Hannover gekommen waren, um den Minister zu interviewen. Und nicht, um sich einen bildungspolitischen Vortrag anzuhören.

Die Fragen, die die Schülerinnen und Schüler dabei haben, sind gut vorbereitet – die Antworten des Ministers aber allzu oft viel zu nah am Amtsdeutsch. Da ist von „Bedarfen“, „grundständig ausgebildeten Lehrkräften“ und von Grundschulen die Rede, die „einzügig“ sind. Aha. Sollte dieses Format wiederholt werden, muss es dringend überarbeitet werden. So jedenfalls kommt der Minister über eine 4 für seinen Auftritt nicht hinaus.