Oldenburg - Dies ist nicht nur wehmütiges Gerede eines gelegentlichen Besuchers: Die Hannover Messe war über Jahrzehnte ein weltweit äußerst beliebter Treffpunkt von Produzenten modernster Industrie-Ausrüstungen und deren Kunden aus der ganzen Welt. Jetzt funkt Corona dazwischen. Die weltgrößte Industrieschau findet dieses Mal im Internet statt.

Das Ergebnis st natürlich nur ein Schatten des üblichen Formats. Dies lebte vom persönlichen Zusammentreffen und von vertrauensvollen Absprachen der Akteure auf Augenhöhe. Dass die Messe nun in einer Online-Version stattfindet, ist aber völlig richtig. Man muss Flagge zeigen. Messe-Veranstalter in Asien warten nur darauf, eine Lücke zu füllen – zumal die Staaten dort nach Corona teils schon wieder weitgehende Öffnungen ermöglichen, also auch Präsenzmessen wieder in den Bereich des Möglichen rücken.

Die Hannover Messe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Niedersachsen – auch in Zeiten des Internets. Sie wirkt über direkte Impulse (Übernachtungen, Messebau, Logistik usw.) und über die Vermarktung von (gerade auch deutschen) Zukunftsprodukten sowie unschätzbare informelle Kontakte.

Die Hannover Messe muss überleben.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)