Hannover - Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. Und da verwundert es kaum, dass Grüne und die Gewerkschaft NGG vor dem „Runden Tisch Fleischwirtschaft“ an diesem Freitag und den Beratungen über das Wohnraumschutzgesetz den Druck auf die Regierung erhöhen. In der Sache liegen sie aber richtig.

Zwar sind die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie und die größtenteils miese Unterbringung von Werkvertragsarbeitern seit Jahren öffentlich, doch erst die Corona-Krise sorgt für die politischen Mehrheiten, damit sich daran endlich etwas ändert. Werkverträge in der Fleischindustrie sollen verboten werden. Die Kommunen bekommen geeignete Instrumente, um für eine bessere Wohnsituation zu sorgen. Schwer vorstellbar, dass ausgerechnet das Agrarland Niedersachsen diesen Weg nicht mitgeht.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent