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Am besten selbst anschauen

09.08.2018

Hannover Wer möchte schon gern ein Atommüll-Endlager vor seiner Haustür haben? Keiner. Fakt ist aber: Vor allem beim Betrieb von Kernkraftwerken, aber auch in der Forschung, der Industrie und in der Medizin fallen radioaktive Abfälle an. Bei den Bürgerinitiativen, die seit Jahrzehnten alles daran setzen, um das Endlager Konrad zu verhindern, weckt der Umbau eines bestehenden Bergwerks allerdings düstere Assoziationen: Aus dem nahe gelegene Salzstock Asse bei Wolfenbüttel – ebenfalls ein zum Endlager umgebautes ehemaliges Förderbergwerk – müssen wegen eines drohenden Wassereinbruchs 126 000 Fässer mit Atommüll wieder geborgen werden.

Wer den Schacht Konrad besucht, wird feststellen, dass es eines dort nicht gibt: Ein Problem mit Wasser. Das Bergwerk ist durch eine massive Tonschicht sicher von der Biosphäre abgeschirmt. Und noch eines wird deutlich: Hier wird mit Leidenschaft und hoher Professionalität daran gearbeitet, ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Davon kann und sollte sich jeder bei einem Besuch selbst überzeugen – und gleichzeitig den Verantwortlichen weiterhin kritisch auf die Finger schauen.

Schließlich geht es hier um einen Meilenstein zur Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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