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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Angezählter Oberbürgermeister

15.06.2018

Hannover Beim Boxkampf würde in einer vergleichbaren Situation der Ringrichter längst neben dem schwer angeschlagen und am Boden liegenden Kämpfer knien und ihn anzählen. Der Vergleich hinkt in einem Punkt: Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok liegt nicht am Boden, sondern geht noch durchs Rathaus. Aber alle warten nur auf die Verkündigung des politischen K.O.s. Rücktritt oder nicht – ein Verlierer steht längst fest: Hannover.

Geradezu peinlich dieses Bild aus Intrigen, Durchstechereien und Spezi-Wirtschaft rund ums Rathaus. Dass Schostoks Büro-Chef (Spitzname: „der wahre Oberbürgermeister“) zuviel Geld bekam, der Kultur- und Personaldezernent eine unglückliche Figur abgibt und Staatsanwälte gut zu tun haben, fällt alles in die Amtszeit Schostoks.

Dieser OB trägt die politische Verantwortung, egal wie sehr er in Details involviert war. Es passt ins Bild einer Stadt, in der U-Bahnen nicht fahren, Bahnsteige zu kurz sind, Gleise tot herumliegen, die Innenstadt ständig kollabiert, hochfliegende Baupläne erst bejubelt und dann beerdigt werden.

Seit Expo 2000 geht nichts mehr. Nur Mittelmaß. Ein Neuanfang täte gut. Überall.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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