Im Nordwesten - Für die Vereine, die Spieler, die Trainer und alle am Spielbetrieb beteiligten Personen ergibt sich die Frage, warum man nun seitens des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) wieder auf Zeit spielt. In Schleswig Holstein zum Beispiel hat man gestern Nägel mit Köpfen gemacht und die Saison abgebrochen. Dies wurde in einer außerordentlichen Präsidiumssitzung entschieden. Auch in Brandenburg gibt es keinen weiteren Spielbetrieb in dieser Saison mehr. Nur in Niedersachsen scheint es nicht möglich zu sein, eine schnelle Lösung zu finden.

FUSSBALL IN DER CORONA-KRISE NFV stellt Fahrplan zum weiteren Vorgehen vor

Volkhard Patten
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Vielmehr entsteht der Eindruck, dass der Verband versucht, die Saison auf Gedeih und Verderb zu retten. Soll es etwa eine weitere Abstimmung der Kreise geben? Wenn dort dann vier Szenarien vorgestellt werden, von denen drei lauten die Saison wie auch immer abzubrechen und die vierte Möglichkeit darin besteht, die Saison ab September weiter zu spielen, könnte es passieren, dass die drei Abbruchszenarien jeweils 20 Prozent Zustimmung erhalten, die Vertagung aber 40 Prozent. Dann könnte der NFV argumentieren, dass es ja keine Mehrheit für einen Abbruch aber eine Mehrheit für eine Vertagung gäbe. Dies darf nicht passieren. Der NFV darf sich nicht noch weiter von seinen Mitgliedsvereinen entfernen. Es wäre wünschenswert, wenn der Verbandsvorstand sich schnellstmöglich dem Votum derjenigen beugt, die an der Basis diesen Sport ausüben.

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