Das Ergebnis fällt nicht so glänzend aus wie beim letzten Mal. Es ein kleiner Dämpfer für den FDP-Vorsitzenden, doch damit kann Christian Lindner gut leben. Schließlich sind 86,6 Prozent der Delegiertenstimmen ein klares Vertrauensvotum und kein Drama. Der Chef der Liberalen steht weiter unangefochten an der Spitze der Partei und führt Regie beinahe nach Belieben.
Lindner hat es geschafft, die Freidemokraten aus der schmerzhaften außerparlamentarischen Opposition zurück in den Bundestag zu führen, sie von ihrem Trauma zu befreien und zu stabilisieren. Nicht einmal sein Nein zu einer Jamaika-Regierung hat ihm die große Mehrheit der Parteibasis übel genommen. Gute Laune also bei der FDP.
Wären da nur nicht die Grünen, die den Freidemokraten zurzeit enteilen, sie in den Schatten stellen und mit ihrem lässig frischen Führungsduo Annalena Baerbock und Robert Habeck zeigen, was eine Oppositionspartei in Zeiten einer schwachen Großen Koalition alles erreichen kann.
