Die deutsche Industrie strotzt vor Stärke. Kaum ein Aussteller auf der Hannover Messe, der nicht von wieder anziehenden Geschäften, einer höheren Investitionsbereitschaft und einem wachsenden Auftragspolster berichtete. Produkte „Made in Germany“ ziehen weltweit noch immer, war allenthalben in den Hallen zu hören.
Doch das ist nur eine Momentaufnahme. Mit dem Leitmotto „Industrie 4.0“ haben die Messeveranstalter deutlich gemacht, dass der Blick nicht nur auf die Gegenwart gerichtet sein darf, sondern in die Zukunft gehen muss. Die Industrie ist im Wandel. Mit der Vernetzung der digitalen Welt mit den Fabriken steht die vierte industrielle Revolution nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automation an. Und gerade hier muss Deutschland aufpassen, nicht den Anschluss an die Weltelite zu verlieren. IT gilt eher als Stärke von Amerikanern und Asiaten. Will die deutsche Industrie auch künftig mit Positivmeldungen in Hannover glänzen, wird sie sich anstrengen müssen.
