Schlechte Nachrichten gleich zur Premiere. Die neue Drogenbeauftragte der schwarz-roten Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), muss zu Beginn ihrer Amtszeit eine negative Trendwende melden. War die Zahl der Drogentoten in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, hat es 2013 erstmals wieder einen Anstieg gegeben. Und besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Zahl der Erstkonsumenten wieder kräftig wächst.
Doch der pauschale Vorwurf einer verfehlten Drogenpolitik, wie er jetzt wieder von der Opposition reflexartig vorgebracht wird, überzeugt nicht. Legalisierung, wie sie beispielsweise für die Einstiegsdroge Cannabis gefordert wird, löst keine Probleme, sie schafft wieder neue. Wer den Konsum von Drogen und vor allem den Handel mit Drogen toleriert, trägt dazu bei, dass Probleme zunehmen. Im Kampf gegen die tödliche Sucht muss auf beiden Seiten mehr geschehen: Bei Prävention und Hilfe, aber auch bei der Strafverfolgung gegen Hersteller und Händler. Sonst setzt sich die gefährliche Trendwende dramatisch fort.
