Die Zahl der Arbeitnehmer, die zum Arbeitsplatz in eine andere Gemeinde fahren, steigt immer weiter. Mittlerweile sind es 60 Prozent, die sich werktags auf den Weg machen. Verkehrsplaner müssen auf diese Entwicklung unbedingt jetzt die richtigen Schlüsse ziehen – ansonsten drohen negative Folgen für Mensch und Umwelt.

Zuallererst wird es ohne einen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel nicht gehen. Dabei bringt es jedoch nichts, die Taktung von Bus und Bahn nur in den Städten zu verbessern. Auch das Umland muss verstärkt ans Netz angeschlossen werden. Nur wenn es gute Verkehrsverbindungen gibt, ist hoffentlich so mancher Autofahrer bereit, sein Fahrzeug stehen zu lassen. Zudem sollten Arbeitnehmer – wenn möglich – Fahrgemeinschaften bilden. Das senkt die Kosten und schont die Umwelt.

Gefragt sind aber ebenso die Arbeitgeber. Im digitalen Zeitalter darf ein Heimarbeitsplatz nicht mehr die Ausnahme sein. Das würde übrigens nicht nur weniger Autoverkehr bedeuten, sondern auch so mancher jungen Familie bei der Kinderbetreuung helfen.

Hermann Gröblinghoff
Hermann Gröblinghoff Politikredaktion (Newsdeskmanager)