Die Hannover Messe ist stets auch ein Schaufenster für die deutsche Industrie. Und blickt man auf die Zahlen von 2014 – vom Exportrekord bis zur guten Auftragslage –, scheint die Branche nur so vor Kraft zu strotzen.

Doch das ist alles andere als ein Selbstläufer. Es ist kein Zufall, dass die Messemacher in Hannover die „Industrie 4.0“ wie schon 2014 auch 2015 in den Mittelpunkt rücken. Denn die digitalisierte vernetzte Produktion, die vierte industrielle Revolution nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automation, gilt als der Zukunftsmotor. Doch gerade hier muss Deutschland aufpassen, nicht den Anschluss an die Weltelite zu verlieren. Asiaten und vor allem Amerikaner geben das Tempo vor. Statt Industrie 4.0 stärker in einem breiten Kontext als Geschäftsmodell entlang ganzer Wertschöpfungsketten zu denken, liegt der Fokus hierzulande häufig noch zu sehr auf einzelnen Branchen.

Es würde lohnen, mehr über den eigenen Tellerrand zu schauen. Die Hannover Messe kann dazu Anstöße liefern.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft