Es hat nur zwei Jahre gedauert, um die einigermaßen vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Moskau und der Nato zu zerschlagen. Dass es sehr viel mehr Zeit brauchen wird, diese Nähe wieder zu erreichen, erscheint absehbar.
Die erste Sitzung des Nato-Russland-Rates war kein Silberstreif am Horizont. Die skeptischen Partner haben sich zwar an einen Tisch gesetzt. Aber sie trennen Welten. Denn die Annexion der Krim, die russische Rolle in der Ukraine – all das kann und wird die Nato nicht einfach hinnehmen.
Sollte Präsident Wladimir Putin geglaubt haben, er könne einen Keil in den Westen treiben, so hat er sich verspekuliert. Auch wenn die ergriffenen Maßnahmen innerhalb der Nato umstritten sind – es bleibt doch die einhellige Meinung aller Partner, dass Moskau seine militärischen Interventionen rückgängig machen muss. Putin wird sich bewegen müssen – oder er zahlt weiter den hohen Preis der Ausgrenzung.
