Was haben Dichter und Schriftsteller nicht schon alles im fahlen Schein des Mondes geschehen lassen, von glühender Liebe bis zum grässlichsten Meuchelmord. Auch Spieleautoren finden immer wieder Gefallen am Mond als reizvollem Motiv.

Nova Luna, die schlanke Sichel des Neumonds, ist der Anfangspunkt einer Umlaufbahn, auf der der Erdtrabant zu voller Rundung aufschwillt und dann wieder bis zum Verschwinden mager wird. An diesem dekorativen Kreis mit 24 Lauffeldern für die Zählsteine der Spieler steht eine Mondfigur und es liegen elf quadratische Plättchen in vier Farben an. Jedes zeigt eine Zahl und bunte, wie Edelsteine anmutende Farbcodierungen als Aufgaben. Das sind zum Beispiel drei blaue Punkte oder ein roter mit einem gelben. Die Aufgabe ist erfüllt, wenn man an das gerade gelegte Plättchen in einem späteren Zug drei blaue oder eben ein rotes und ein gelbes Plättchen anlegen kann. Jeder solche Teilerfolg wird mit einer Holzscheibe in der Auslage belegt, die jeder Spieler vor sich bildet. Wer zuerst seine Holzscheiben losgeworden ist, gewinnt.

An die Plättchen zu kommen ist leicht. An der Reihe ist, wer mit seinem Zählstein auf der Monduhr das Schlusslicht bildet. Er wählt aus den drei nach der Mondfigur liegenden Plättchen eines aus. Die Zahl auf dem Plättchen gibt die Schritte vor. Wer weit abgeschlagen nachhinkt und Plättchen mit kleinen Zahlen wählt, kann in einem Zug rasch mehrere Aufgaben erfüllen.

So mag man Spiele: solides Material in einer gefälligen Gestaltung, die zur überzeugenden Spielstory passt. Und das mit kurzer, einfacher Regel.

Tom Werneck
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Nova Luna von Uwe Rosenberg und Corné van Moorsel, Edition Spielwiese/Pegasus, nominiert zum ‚Spiel des Jahres‘, 1 bis 4 Spieler ab 8 Jahren, circa 20 Euro