Weiß der Osterhase eigentlich, wie viele bunt gefärbte Eier er im Garten verstecken soll? Na klar, es gibt doch kaum etwas einfacheres, als ein paar Eier nachzuzählen. Es sei denn . . .
Ja, es sei denn, die Eier sind noch nicht in der Färberei gelandet, sondern sammeln sich auf dem Bauernhof. Da scheint alles übersichtlich. Zwei Eier liegen gut sichtbar im Nest. Nun kommt das Huhn Helene und plustert sich über ein Ei. Nur noch das andere bleibt sichtbar, und das krallt sich der Bauer. Vielleicht erscheint nun ein Fuchs, der die Henne verscheucht. Damit wird wieder ein Ei sichtbar . . .
Mit einem oder zwei Eiern ist das Ganze gefällig und übersichtlich. Es kommen aber nicht nur handelsübliche Eier hinzu, sondern gelegentlich auch Straußeneier, die doppelt zählen. Hunde jagen Füchse unverrichteter Dinge vom Hof, so dass die Hühner hocken bleiben. Appetitliche Regenwürmer locken ein Huhn vom Nest. Gerissene Füchse verkleiden sich als Hühner, was der blöde Hund nicht erkennt und sie deshalb auch nicht vertreibt.
Wenn ein Spieler in den aufgehäuften Karten fünf oder mehr sichtbare Eier vermutet klatscht er auf den Stapel. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Mitspieler nehmen es unwidersprochen hin und der Klatscher bekommt ein Stück Eierschale als Punkt. Oder sie fordern Klarheit. Dann wird der Stapel durchgeblättert.
Haben sie mit ihrem Protest Recht, so bekommen alle, die den Einspruch unterstützt haben, ein Stück Schale. Irren sie sich aber, so verlieren sie ein Ei-Teil und der Klatscher bekommt eines hinzu. Drei Schalenstücke bilden ein Sieg-Ei. Ein einfaches, witziges, kommunikatives Gedächtnisspiel mit origineller Grafik.
Tom Werneck
empfiehlt neue
Spiele
Poule Poule von Charles Bossart, Oka Luda Editions, Vertrieb Game Factory, 2 bis 8 Spieler ab 8 Jahre, circa 11 Euro
