Der Zugang ins Columbus-Center gegenüber der Großen Kirche dürfte nach der Schließung von Karstadt und dem Aus zahlreicher kleinerer Läden und Restaurants alles andere als eine Empfehlung für die Bremerhavener City sein. Nur zwei Rolltreppen bleiben übrig als ratternde Zeugen einer früher lebhaften Geschäftstätigkeit in diesem Bereich des Einkaufszentrums. Seit kurzem ist alles komplett verwaist.
Es gibt noch zwei weitere Zugänge in die Ladenzeile der Oberen Bürger. Was also tun? Die Türen gegenüber der Kirche abschließen? Einerseits ließe sich so der optisch schlechte Eindruck vermeiden. Andererseits müssten Kunden, die von der Fußgängerzone aus Mein Outlet erreichen wollen, einen beträchtlichen Umweg in Kauf nehmen.
Zudem bleibt unbeantwortet, was aus den ganzen Leerständen werden soll. Nach Politik und Verwaltung zu rufen, klingt am bequemsten. Doch beide sind erstens nicht zuständig und zweitens meist gar nicht in der Lage, für Abhilfe zu sorgen. Sicherlich – attraktiver gestalten sollte man die „Bürger“ schon. Der angekündigte „große Wurf“ wäre hilfreich, würde nachhaltig beweisen, dass es auch ohne Karstadt geht, neue Entwicklungschancen bieten. Alles andere ist Sache des Handels. Und dem dürfen Leerstände generell nicht gleichgültig sein.
Heiner Otto über die Zeit in der City nach Karstadt
