Ist die große Zeit des Hallenfußballs vorbei? Beim Blick auf die Anzahl der angebotenen Turniere ist auch im Ammerland ein Rücklauf zu erkennen. So könnte es sein, dass die Ammerländer Hallenmeisterschaften in naher Zukunft aus dem Terminkalender gestrichen wird.
Schon im Vorfeld des Turniers musste das Organisationsteam des TuS Lehmden feststellen, dass es keine 16 Mannschaften mehr gab, die um die Ammerländer Hallenkrone spielen wollten. Zu groß sei die Verletzungsgefahr für die Spieler, hieß es hier, zu voll sei der Terminkalender der Fußballer ohnehin schon, sagten andere.
Heraus kam am Ende ein Hallenturnier, das zwar in vielen Spielen Spannung bot, aber an zu wenigen Stellen mit gutem spielerischen Niveau glänzte. Viele Teams brachten mehr Härte in die Partien als notwendig, die Grätsche – eigentlich ein No-Go im Hallenfußball – wurde wieder salonfähig gemacht. Und das finde ich eigentlich schade.
Denn bietet nicht gerade die Hallenmeisterschaft die Chance dafür, dass die Ammerländer Fußballszene einmal im Jahr zusammenkommt und sich im freundschaftlichen Wettstreit misst? Das ist eine Tradition, die die Vereine wieder mehr wertschätzen sollten. Denn damit es diese Möglichkeit auch in Zukunft gibt, müssen sich Fußballer und Teams stärker einbringen, dem Organisationsteam seine Aufgaben einfacher machen und dieses Turnier mehr als Chance, denn als eine Pflicht sehen.
Lars Puchler über die Ammerländer Hallenmeisterschaften
