Richtig aufgeweckt sind längst nicht alle Kaffeekonsumenten – Wergwerfbecher werden gerne genommen. Ist ja auch praktisch. Die Idee der Recup-Variante ist gut. Besser, wenn man das Getränk dann auch ohne Plastikdeckel serviert bekommt. So etwas gibt es noch in etlichen Lokalitäten der Stadt. Eine schöne Alternative sind eigene Becher, die es auch im hübschen Design gibt. Vielerorts erhält man für mitgebrachte Behälter Rabatt. Vielleicht sind wir irgendwann so weit, dass Kunden gar keine Wahl mehr haben, unnötigen Müll zu produzieren.

Gefragt sind natürlich auch die Konsumenten selbst. Das Thema Kaffee ist nämlich ein heißes. Wer geiz ist geil-mäßig bei Sonderangeboten zuschlägt, muss sich im Klaren sein, dass das Produkt unter menschenunwürdigen und umweltschädlichen Bedingungen angebaut, geerntet und verarbeitet wurde. Fairtraide kostet mehr – der Einsatz ist aber nicht umsonst. Nebenbei bemerkt schmeckt Kaffee von Bio-Kleinbauern, der dann im Langzeitverfahren geröstet wurde, auch besser. Wer sechs Euro für ein halbes Pfund bezahlt, genießt seinen Kaffee garantiert mehr. Vielleicht sogar aus einer echter Porzellantasse. Im Sitzen. Sowas soll es geben.

Lea Bernsmann über Mehrwegbecher für Kaffee zum Mitnehmen.