Ernährung ist eine Ersatzreligion. Weil man gesund, dünn, fit, ewig jung, innerlich rein, fair, klimafreundlich oder einfach besonders sein will. Essen hat längst seine Unschuld verloren und ist identitätsstiftend. Irgendwann, vor Urzeiten, haben sich die Menschen mal so versorgt, wie es für sie und die Umwelt passte. Weil wir den Rückwärtsgang nicht einlegen können, macht es schon Sinn, nach Alternativen zum „Essen ist immer und überall in jeder Form verfügbar“-Lebensstil zu suchen. Die regionale Woche kann ein Versuch sein, genauer hinzuschauen, den Veganer vielleicht zum Nachdenken über klimabelastenden Avocado- und Chiasamenkonsum anregen. Gegessen ist das globale Gesamtproblem damit lange nicht.

Lea Bernsmann über

die Regio-Challenge