Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Klingt erst mal gut. Ein bisschen nach Politikergeschwafel. Und das bleibt es auch, bis sich Grundlegendes ändert. Muttersein ist ein Job auf Lebenszeit. Aber nicht der Einzige. Die Frau von heute geht wieder arbeiten, wenn der Nachwuchs abgestillt ist. Oder später. Das ist gut so und für viele Familien auch existenziell. Weil zwei mehr verdienen als einer und Kinder teuer sind. Unbezahlbar sind Omas und Opas für berufstätige Eltern. Großeltern als Babysitter werden allerdings seltener.

Was also tun, wenn öffentliche Betreuungsangebote hinten und vorne nicht reichen? Schulferien kürzen? Oder an anderer Stelle einsparen. Warum wird pauschal auf Elternbeiträge für Kitas verzichtet, wenn an anderer Stelle Mittel für Betreuung so knapp sind? Wieso werden Väter in Teilzeitstellen nicht mehr unterstützt? Lässt sich Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit Leben füllen?

Lea Bernsmann über Betreuungsengpässe