Das gesellige Beisammensein im Feuerschein mit einem Bierchen in der Hand ist natürlich eine schöne Sache, und da möchte man keine Spaßbremse sein. Fest steht aber – außer für einige wenige Ignoranten – , dass die durch Menschen verursachten Umweltprobleme zunehmen. Gerade in jüngster Zeit wächst die Bereitschaft bei vielen Menschen, diese Tatsache wahrzunehmen, Stichwort „Fridays for Future“. Daher ist es nun an der Zeit, liebgewonnene Bräuche und Traditionen wie die Silvester-Knallerei oder Osterfeuer auf den Prüfstand zu stellen.

Sie müssen ja nicht gleich komplett verboten werden. Ein großer Schritt wäre schon getan, wenn das Bewusstsein wächst, dass mit dem eigenen Vergnügen Belastungen für andere einhergehen. Das setzt Aufklärung voraus über die Klimabelastung und Folgen für die Tierwelt. Bestenfalls sind die Menschen dann freiwillig zu verantwortungsvollem Verhalten und Einschränkungen bereit, reduzieren zum Beispiel die Menge des Brennmaterials und kompostieren lieber einen Teil oder verwerten die Äste und Zweige in Strauch- oder Wallhecken, wie Naturschutzexperten es empfehlen. Andernfalls müssen behördliche Vorgaben und Verbote her.

So oder so: Auf jeden Fall gehört die Mentalität „Hauptsache ich hab’ Spaß, die Umwelt ist mir egal“ auf den Scheiterhaufen.

Irmela Herold sieht die Zeit für ein Umdenken gekommen, auch beim Osterfeuer

Dr. Irmela Herold
Dr. Irmela Herold Online-Redaktion