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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Mehr Selbstkritik, bitte!

23.07.2018

Das Foto mit dem umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan? Er würde es wieder tun! Der DFB? Hat ihn verraten und verkauft! Präsident Grindel? Unfähig! Die deutschen Medien? Rassisten! Langjährige Partner, mit denen er Millionen verdient hat? Verleumder!

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Mesut Özils lange erwartetes Statement zur Erdogan-Affäre ist eine Generalabrechnung mit dem deutschen Fußball und der Gesellschaft geworden. Aus jeder Zeile seiner als Dreiteiler inszenierten und mit dem Nationalmannschafts-Rücktritt gipfelnden Erklärung lässt sich Özils ganze Verbitterung herauslesen. Dies ist menschlich verständlich – wie ihn schließlich auch noch Bierhoff und Grindel zum Sündenbock für das WM-Aus zu machen versuchten, war ein erbärmlicher Versuch der DFB-Chefs, von ihrem eigenen Versagen abzulenken.

Allerdings macht es sich Özil zu einfach, wenn er sich als alleiniges Opfer darstellt. Sein Foto mit einem Mann, der kritische Journalisten und politisch Andersdenkende ins Gefängnis sperrt, kann man wohlwollend als naiv bezeichnen – es ändert nichts daran, dass Özil sich damit einen groben Fehltritt geleistet hat. In seinem Rundumschlag wäre auch Selbstkritik mehr als angemessen gewesen

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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